Zeit für eine Bestandsaufnahme

Zeit für eine Bestandsaufnahme

Wos is er denn, wos hat er denn, was kann er denn, wos mocht er denn, wos red er denn, wer glaubt er, daß er is?

Der obige Text entspringt einem der letzten Songtexte von Falco, aber er beschreibt relativ genau meinen Gefühlszustand in den letzten Tagen.

Es ist an der Zeit Resümee zu ziehen, eine Bestandsaufnahme zu machen, was kann ich den, worin bin ich besser als andere, was sind meine Stärken und wo liegen meine Schwächen, was sind meine Vorlieben, wie und mit was will ich zukünftig meine Brötchen verdienen?

Das Offensichtliche – weiterhin in der IT

Offensichtlich bin ich nicht schlecht in der Administration von großen und kleinen heterogenen Netzwerken. Klar, denn das habe ich ja die letzten Jahre sehr erfolgreich gemacht.
Aber ich kann ja nicht nur Netzwerke administrieren, ich bin so eine Art eierlegende Wollmilchsau in diesem Bereich, es gibt fast keine Technologie mit der ich nicht konfrontiert wurde.
SQL-Server, MySQL, Exchange Server, Sendmail, Postfix, Linux, Windows Server, Active Directory, DNS, WSUS, Asterisk, SIP, Apache, Tomcat, Firewalls, Intruder Detection, Security, Routing, IPSEC, VPN, WAN, WLAN, LDAP, Virtualisierung mit HyperV und VMWare, SOA, XSS, XML oder was-auch-immer, ich habe irgendwann damit gearbeitet.
Auch im Bereich Programmierung und Scriptsprachen habe ich mit PHP, CSS, HTML, Java, Javascript, SQL, Visual Basic, objektorientierter Programmierung, perl, bash habe ich ein umfagreiches Know-How angesammelt, aber ich hatte in den vergangenen 8 Jahren keine Möglichkeit dieses Wisssen weiter anzuwenden beziehungsweise zu vertiefen.
Das Internet kenne ich wie meine Hosentasche, na ja , ich betreibe meine eigenen Server auf Linux Basis, kenne mich bei den diversen Cloud Anbietern, also Microsoft Azure, Google und Amazon aus.
Ich kann jegliches CMS, ERP, Ticket oder Webshop System installieren und aufsetzten.
Ich denke ich habe recht umfangreiche SEO Kenntnisse
Das ist doch eigentlich was, aber es ist halt IT.

Fliegen, seit 20 Jahren mein Hobby

Ich habe einen Privatpilotenschein, vor ein paar Jahren hatte ich sogar damit begonnen den Verkehrsflugzeugführerschein (ATPL) zu machen, bis ich dann die ersten Bewerbungen geschrieben hatte und eine realistische Vorstellung von den Gehältern bekommen habe.
Man muss auch davon leben können und als 42 jähriger Quereinsteiger mit Familie, kann man das definitiv nicht. Mit 20, direkt nach dem Abitur verhält sich das definitiv anders, aber in meinem damaligen Alter ist das wirklich nicht mehr drin.
Schlussendlich bereue ich diesen Entschluss kein bisschen, denn nach meiner Episode als Businesskasper weiß ich ja, wie es sich anfühlt aus dem Koffer zu leben und ich habe festgestellt, dass es nichts für mich ist.

KFZ-Mechaniker – Das habe ich vor 35 Jahren gelernt

Aber das ist nur noch ein Hobby, ich mache zwar an meinem Auto fast alles: Bremsen, Reifen, Ölwechsel, Radlager, Schweissarbeiten mit Autogen und Schutzgas, kleinere Lackierarbeiten, schleifen, polieren und Rostbeseitigung aber ich bin zu schlecht in diesem Metier um professionell aufzutreten.

Softskills

Ich bin kreativ und sprühe vor Ideen, die ich dann oft nicht umsetzte, weil es dringendere  Probleme gibt, dann verblassen diese Ideen oft wieder. Das ist sehr schade und ich muss leider auch zugeben, dass ich auch nicht mehr so viele Ideen hatte, seit ich in einer Festanstellung bin.
Ich habe kein Problem damit vor vielen Menschen zu sprechen, ich war ja auch lange Zeit Trainer von diversen Microsoft und Oracle Produkten.
Ich denke ich bin didaktisch ganz gut und kann komplexe Zusammenhänge gut und nachvollziehbar erklären.
Ich bin in der Lage Projekte und kleiner Teams zu leiten und ich war 25 Jahre lang selbständig, also verfüge ich über ein grundlegendes unternehmerisches Denken.
Ich arbeite gerne in einem Team und tausche mich sehr gerne mit anderen Menschen aus, ich halte dies sogar für sehr wichtig um den eigenen Standpunkt regelmäßig zu überprüfen.
Was ich nicht kann ist „schön“. Ich habe keine Ahnung von Farben und Formen. Nicht bei Einrichtung, Kleidung, Schriftarten, Grafiken, Farben, Proportionen oder sonstigen Dingen.
Ich bin meist auf das wesentliche fokussiert, die Funktion steht bei mir über dem Design.

Fazit

Das war es im Großen und Ganzen, ich denke das beschreibt meine Fähigkeiten ganz gut, es stellt sich mir jetzt noch die Frage, was ich daraus machen kann.


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